Der französische Kooperationsdienst der Französischen Botschaft in Berlin hat die Klasse 12A (Abibac-Jahrgang) eingeladen, an einer Lesung teilzunehmen, die von der Akademie Berlin in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung organisiert wurde.
Das Thema lautete „Zwischen Ritual und Resilienz: deutsch-französische Perspektiven für Europa“. Nach einer Einführung durch den französischen Botschafter sprach Frau Anke REHLINGER, Ministerpräsidentin des Saarlands, Vizepräsidentin des Bundesrates und Vertreterin der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französischen Kultur- und Bildungsbeziehungen.
Frau REHLINGER hat bei ihrem Gespräch mit einem Journalisten die Bedeutung von Ritualen in den deutsch-französischen Beziehungen gezeigt, die Notwendigkeit, sie zu bewahren, betont und auf die Widerstandsfähigkeit der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Gründung des gemeinsamen Kohle- und Stahlmarkts durch Robert Schuman hingewiesen.
Sie hat sich über die Zunahme von zweisprachigen Kindergarteneröffnungen im Saarland gefreut und daran erinnert, dass für viele Bewohner des Saarlandes und der Mosel die Grenze zwischen den beiden Ländern keine echte Grenze ist und dass die binationalen Kontakte alltäglich sind.
Frau REHLINGER erinnerte daran, dass die deutsch-französische Beziehung schon immer ein Motor für die Vertiefung der Europäischen Union gewesen sei, und sie hoffte, dass dies auch weiterhin so sein werde. Sie brachte die Idee eines großen deutsch-französischen Plans ins Gespräch, nach dem Vorbild des von Robert Schuman initiierten Plans, um der Europäischen Union neuen Schwung zu verleihen.
Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums sowie ihr bilingualer Geschichts-Geographie-Lehrer zeigten großes Interesse an dieser Lesung, auf die sie sich zudem für ihren Unterricht stützen können.
