Französisches Gymnasium - Lycée Français de Berlin

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Grundsätze Schülerfahrten

Grundsätze zur Durchführung von Schülerfahrten und Exkursionen
am Französischen Gymnasium

(Stand November 2010)

Unter Berücksichtigung unseres Leitbildes sowie der deutschen und französischen Vorschriften zur
Durchführung von Schülerfahrten und Exkursionen werden folgende Grundsätze festgelegt:

* Zielsetzung:
Art. 1: Schülerfahrten und Exkursionen sind als Teil des pädagogischen Gesamtkonzepts zu betrachten. Sie verfolgen somit eine präzise Zielsetzung. Diese liegt einerseits im pädagogisch-sozialen Bereich und andererseits im Bereich der Kompetenz- und Kenntnisvermittlung (z.B. in den Bereichen Sprache, Kultur,
Sport). Sie ergänzen und bereichern das schulische Angebot und sind daher in allen Klassenstufen zu denunterschiedlichsten Themen möglich.
Art.2: Die Verantwortung für die Planung und Durchführung einer Klassenfahrt obliegt - in Absprache mit der Direktion- allein dem Kollegen, der diese Aufgabe freiwillig und zusätzlich zu seinen weiteren schulischen Aufgaben übernimmt. Auch wenn Schülerfahrten als wichtiger Teil des Erziehungsauftrages angesehen werden, ergibt sich hieraus kein Anspruch einer Klasse auf eine Fahrt.
Art. 3: Auf Grund unseres Leitbildes wird ein Schwerpunkt bei Schülerfahrten auf die Erweiterung der Kenntnisse über die beiden Partnerländer
Deutschland und Frankreich sowie deren Bedeutung in Europa gelegt.
Art.4: Um die Organisation und die Einbindung in den Ablauf des Schuljahres zu vereinfachen, sollen die für das erste Halbjahr geplanten Reisen Ende November, alle Projekte des zweiten Halbjahres Mitte März angemeldet werden. Nach Genehmigung durch die Schulleitung werden die Schulkonferenz und der Förderverein über die Vorhaben und deren Finanzierung (Kostenvoranschlag) informiert. Eine Zusammenfassung mit allen zu beachteten Punkten wird den Lehrern zur Verfügung gestellt, um das Organisationverfahren von Klassenfahrten zu vereinfachen.
Art.5: Auf Grund der französischen Vorschriften dürfen Schülerfahrten die Dauer von 5 Schultagen (ggf. zuzüglich unterrichtsfreier Tage) nicht überschreiten. Prinzipiell sind insbesondere Kurzfahrten in allen Klassenstufen möglich. Die Schule bemüht sich, im Rahmen der Möglichkeiten, die 7. Klassen bei der Organisation eines Austausches mit anderen frankophonen Ländern zu unterstützen. Schwerpunktmäßig werden, wenn möglich, die bestehenden Partnerschaften mit Frankreich in den 7. Klassen fortgeführt. In der Oberstufe sind themengebundene Kursfahrten möglich.

* Einbezug der Schüler:
Art. 6: In die Vorbereitung werden die Schüler entsprechend ihres Entwicklungsstandes mit einbezogen. Sie werden dazu angehalten, im angemessenen Rahmen Verantwortung zu übernehmen und aktiv zum Gelingen
der Fahrt beizutragen. Die hierbei erworbenen Kompetenzen werden während der Reise und später bei der Auswertung der Fahrt beurteilt.
Art. 7: Neben den rechtlichen Vereinbarungen mit den Eltern wird auch mit den Schülern vor Fahrtantritt ein Vertrag geschlossen, der das notwendige Verhalten sowie ggf. zu erwartende Konsequenzen aus Fehlverhalten festlegt. Als schulische Veranstaltung unterliegen auch Schülerfahrten und Exkursionen im Hinblick auf das Verhalten unserer Schulordnung. Vor oder auch während einer Schülerfahrt kann ein Schüler bei groben Verstößen gegen diese Regeln nach Rücksprache mit der Direktion von der Fahrt ausgeschlossen werden.

*Finanzierung von Schülerfahrten und Exkursionen:
Art.8: Allen Schülern sollte die Teilnahme an einer Schülerfahrt oder einer Exkursion ermöglicht werden.
Hierzu gehört insbesondere auch die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein, wenn die Familien der Schüler nicht berechtigt sind, staatliche Förderungen im Sinne des Sozialgesetzbuches zu erhalten. In diesem Fall wird für die Schülerinnen und Schüler aus bedürftigen Familien eine Förderung durch den
Förderverein des FGs gewährt. Der Förderverein wird deshalb finanzielle Zuwendungen von den tatsächlichen und möglichen Kostenübernahmen der Sozialbehörden abhängig machen.
Die gewährten finanziellen Unterstützungen sind dank der Spenden möglich. Leider stehen hier nur begrenzte Mittel zur Verfügung.
Art.9: Um die Kosten für die Eltern so gering wie möglich zu halten, werden vorhandene Drittmittel (u.a. DFJW, Europäische Union, Sondermittel des Senats, Mittel der französischen Botschaft) beantragt.
Art.10: Die entstandenen Kosten werden den Begleitern, die Betreuungsfunktion ausüben, sowie den notwendigen Begleitpersonen (gemäß gesetzlichen Bestimmungen) - mit Nachweis der entstandenen Kosten (Fahrt und Unterkunft), teilweise oder komplett, soweit das für dieses Zwecke bereitgestellte Reisebudget es
erlaubt, vom Förderverein erstattet. Vor Antritt der Fahrt müssen die Reisen - gemäß der vereinbarten Grundsätze - mit dem Reiseziel, Reisedauer und den geschätzten Kosten für die Betreuer (Fahrt- und Unterkunftskosten) der Schulkonferenz und dem Förderverein angemeldet und von diesen angenommen sein. Höhe der Förderung:
- Außer bei Austauschfahrten dürfen die Reisekosten der Betreuer, die vom Förderverein erstattet werden, nicht höher als die der Schüler sein.
- Bei einem Schulaustausch sollen die Begleiter die Kosten möglichst gering halten (z.B. in dem sie bei den Gastlehrern übernachten). Falls es nicht möglich ist, kann der Förderverein nicht in jedem Fall die Erstattung der gesamten Übernachtungskosten garantieren.
Die Abrechnung von einzelnen Klassenreisen (bzw. Überweisung des entsprechenden Betrages) wird nach Abschluss der Reise unter Vorlage der Belege im Original nach Sichtung eines der beiden Vorsitzenden durch den Kassierer entsprechend vorgenommen.

* Auswertung von Schülerfahrten:
Art. 11: Abgesehen von dem geforderten Bericht an die Schulleitung sollte auch anderen Teilen der Schulgemeinschaft die Möglichkeit gegeben werden, sich (z.B. im Rahmen des Schulfestes, auf der Homepage, etc.) über Ablauf und Ergebnisse der Fahrt sowie die Qualität der Veranstalter zu informieren


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